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Preisführer in der privaten Vermögensverwaltung
Flash #46, 2. Oktober 2025
Alle Leute, die auf der Suche nach dem Börsenguru hinreichend oft auf die Schnauze gefallen sind, vergleichen die Vermögensverwalter in erster Linie nach dem Kostenkriterium.
Und sie freuen sich darüber, dass mit dem Aufkommen der digitalen Vermögensverwalter in der Schweiz ein intensiver Preiswettbewerb entstanden ist, der gewährleistet, dass bereits bei einem Mandatsvermögen von CHF 50’000 Gesamtkosten pro Jahr – bestehend aus Vermögensverwaltungshonorar, Depotgebühren und Produktkosten – von unter 0.50% möglich sind.
Schliesslich nehmen sie mit Wohlwollen zur Kenntnis, dass auch erste traditionelle Anbieter wie die Zürcher Kantonalbank mit ihrem frankly-Angebot Bereitschaft zeigen, sich im Anlagegeschäft diesem neuen Wettbewerb zu stellen.
Aber auch innerhalb dieses nun intensiver geführten Preiswettbewerbs ist es nach wie vor lohnenswert, die Grundsätze Transparenz und Wettbewerb hoch zu halten, sprich die verschiedenen Angebote fundiert zu vergleichen.
Mit dem Economico Marktplatz haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, das Preisgefüge in der privaten Vermögensverwaltung so umfassend und präzise wie möglich auszuwerten. Unsere aktuelle Auswertung liefert einige interessante Erkenntnisse zur Wettbewerbsdynamik:
- Die verschiedenen (digitalen) Vermögensverwalter verfolgen unterschiedliche Tarifansätze, was dazu führt, dass je nach Mandatsspezifikation beziehungsweise Mandatsvolumen andere Anbieter das preislich attraktivste Angebot haben.
- Werden neben den wiederkehrenden Kosten auch die Einstiegs- und Ausstiegskonditionen berücksichtigt (zum Beispiel im Vergleich der sogenannten «Roundtrip»-Kosten), kann sich die Rangfolge im Preiswettbewerb durchaus erheblich verändern.
Relevante qualitative Angebotseigenschaften zur Organisation, der Produkthistorie, dem Anlageprozess und der Kontaktaufnahme werden von Economico zwar nicht bewertet, finden sich aber in den Angebotsdetails.
Fazit: DEN Preisführer in der privaten Vermögensverwaltung gibt es nicht. Das Angebotsgefüge kann immer nur auf Basis der konkreten Anlagebedürfnisse beziehungsweise der Mandatsspezifikation beurteilt werden.
Takeaways
- Der Preiswettbewerb ist (endlich) auch in der privaten Vermögensverwaltung angekommen.
- Vergleichen lohnt sich auch bei diesem intensivierten Preiswettbewerb nach wie vor.
Takeaways
- Der Preiswettbewerb ist (endlich) auch in der privaten Vermögensverwaltung angekommen.
- Vergleichen lohnt sich auch bei diesem intensivierten Preiswettbewerb nach wie vor.
